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By Oskar Römer, Alfred Lickteig

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet data mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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Szabo empfiehlt, den frei lospräparierten Schleimhautlappen so an seine Basis niederzunähen, daß nur noch am Knochen eine offene Wundfläche vorhanden ist. Bei Fällen, in denen keine sachgemäße Fixierung der Kieferfragmente rechtzeitig vorgenommen wird, können hauptsächlich durch narbige Verwachsungen des Mund bodens starke Dislokationen der Unterkieferfragmente verursacht werden. Zur späteren Reponierung dieser Fragmente kommen in erster Linie alle die orthopädischen Maßnahmen in Betracht, die einen Hauptteil der Schienenbehandlung der Unterkieferbruche bilden.

Bei narbigen Kontrakturen des Temporalis empfiehlt Heile die Resektion des Kronenfortsatzes. Zur Behebung der nach Wangendefekt entstandenen narbigen Kieferklemme nimmt v. Hac ker eine ausgedehnte Wangenplastik (gestielter Israelseher Lappen) vor. Bei systematischer Durchführung der orthopädischen Maßnahmen lassen sich, gegebenenfalls in Kombination mit chirurgischen Eingriffen, nahezu alle narbigen Kieferklemmen soweit beheben, daß wieder eine genügende Funktion erreicht wird. Eine Öffnungsweite von 20 mm zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen gilt allgemein als unterste Grenze, die erreicht werden muß.

Vor dauernden Wundspülungen warnt Parts eh, weil die verschließenden Gerinnsel leicht abgerissen und dadurch der Wundverlauf gestört werden kann. Solange die Spülung mit einem Verbandwechsel verbunden ist, erfolgt sie allgemein durch den behandelnden Ärzt. Mit dem äußeren Verband ist in der Regel eine Tamponade der Wunde verbunden. Unbeschadet aller Forderungen der neueren Wundbehandlung wird bei der frischen Weichteilwunde der Kieferverletzungen auf eine Tamponade meist nicht verzichtet. Die Ansichten sind nur bezüglich der Dauer der Tamponade verschieden und richten sich nach dem Grad, in dem die extremen Forderungen der zu einem Begriff für sich gewordenen offenen Wundbehandlung auf die Kieferverletzungen übertragen werden.

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