Download Atherogenität der Triglyceride: Symposium Mai 1991 Schloß by Prof. Dr. P. Schwandt, Dr. W. Fuchs (auth.) PDF

By Prof. Dr. P. Schwandt, Dr. W. Fuchs (auth.)

In dem vorliegenden Buch, das anläßlich des Symposiums "Atherogenität der Triglyceride" im Mai 1991 auf Schloß Fuschl entstand, werden alle Aspekte der Epidemiologie, Diagnostik und Therapie bei erhöhten Triglyceridwerten zu­ sammengefaßt. Eine Erhöhung der Triglyceridspiegel im Rahmen einer Fettstoffwechsel­ störung wird häufig in Verbindung mit anderen Erkrankungen, wie Hypertonie und Diabetes, beobachtet. Aus diesem Grund ist die Atherogenität für die Patienten von besonderer Bedeutung. Das Buch gibt einen Überblick über den neuesten Stand der Erkenntnisse von Zusammenhängen zwischen Pathophysiologie und Diagnostik, die bis vor kurzer Zeit weitgehend unbeachtet blieben und teilweise unbekannt waren. Begriffe wie das "metabolische Syndrom" haben erst in jüngster Vergangen­ heit für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit in den Fachkreisen gesorgt. Besonderer Wert wi rd auf den ganzheitl ichen Therapieansatz bei der Behand­ lung dieser Fettstoffwechselstörungen gelegt, da neben der medikamentösen Therapie, die vornehmlich mit Fibraten durchgeführt wird, richtige Ernährung und Bewegung eine entscheidende Rolle spielen. Dr. Wolfram Fuchs Blaubeuren, im Oktober 1991 nine Einführung und Überblick Prof. Dr. P. Schwandt Jeder praktizierende Arzt kennt den adipösen Patienten mit Hypertonie, diabetischer Stoffwechsel lage und hohen Blutfetten. Dieses verbreitete Krankheitsbild und die dabei bestehenden Interaktionen zwischen den einzel­ nen Krankheitsbildern faßt guy heute als Syndrom X oder metabolisches Syndrom zusammen. Hinter diesem Syndrom versteckt sich oft die bundes­ deutsche Todesursache Nummer eins, die Arteriosklerose mit ihren weit­ reichenden Folgen.

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B. aus Skandinavien, die gezeigt haben, daß bis zu 90 % der Patienten die Einnahme des Medikamentes wegen des auftretenden Hitzegefühls und der Hautrötung ablehnen. Andere Nebenwirkungen der Nikotinsäure sind Urtikaria, aber auch Abdominalbeschwerden, insbesondere Oberbauchbeschwerden. Man empfiehlt daher, die Nikotinsäure nicht auf nüchternen Magen einzunehmen, sondern zum Essen. Die Leberenzyme steigen meist obligat an, bei etwa 5 - 10 % der Patienten steigen sie derart, daß ein Absetzen der Therapie erfolgen muß.

Stoffwechsel und Atherogenität der Triglyceride Unter Spaltung der Triglyceride (TG) in freie Fettsäuren als hochenergetische Substrate des Energiestoffwechsels werden Chylomikronen durch die Lipoproteinlipase zu "Core remnants" und "Surface remnants" abgebaut. Überschüssige Fettsäuren werden im Fettgewebe eingelagert. Während die Leber die Core remnants aufnimmt, entstehen aus den Surface remnants die protektiven High density lipoproteins (HDL). Im Nüchternserum werden die TG zur VLDL-Produktion nahezu vollständig von der Leber aus Glukose und aus freien Fettsäuren aus dem Fettgewebe aufgebaut.

Der Fettstoffwechsel und die Hypertonie werden sich darunter ebenfalls verbessern. Empirisch hat man schon während der letzten 100 Jahre alle EinzeIerscheinungen des sogenannten metabolischen Syndroms (Adipositas, Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 11, Hyperlipoproteinämie) durch Gewichtsreduktion und Steigerung der körperlichen Aktivitättherapiert. Dies beweist die gemeinsame Grundlage dieses Syndroms. Körperliche Aktivität ist die effektivste Maßnahme, die protektive HDL-Fraktion zu erhöhen, die ja gerade beim Diabetes mellitus mit konsekutiver Hypertriglyceridämie vermindert ist.

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